Gold, Perlen und Diamanten – wieso schmückt sich der Mensch?

Gold, Perlen und Diamanten – wieso schmückt sich der Mensch?

Filigrane Ringe, Armbänder aus Gold oder schwere Halsketten mit funkelnden Edelsteinen: Schmuck ist schon seit Jahrtausenden Teil der menschlichen Kultur. Doch wie kam es dazu? Tanja Gebhard, Schmuckdesignerin und Inhaberin des Ateliers Coquet, gibt Einblicke in die Geschichte des Schmucks.


 

Von Beeren zu Edelmetallen

Expert*innen gehen davon aus, dass Menschen schon vor über 100’000 Jahren begannen, sich zu schminken und zu schmücken. Vermutlich wurden hierfür Beeren oder Kohle mit Wasser vermischt und damit Gesicht und Körper verziert. Dabei hatte die Bemalung nicht nur eine reine ästhetische Funktion. Sie zeigte auch, welcher Religion, welchem Stamm oder welcher Gruppe man angehört. Überreste dieser Identitätsfunktion von Schmuck gibt es auch heute noch viele, wie etwa Eheringe oder Königskronen.

Mit der Zeit entwickelte sich der Schmuck weiter und die Menschen begannen, auch andere Materialien zu verarbeiten. So wurden vor über 75’000 Jahren die ersten primitiven Schmuckstücke aus Muscheln, Knochen und Schneckenhäusern gefertigt. 

Viele Tausend Jahre danach – in der Bronzezeit – lernten die Menschen, Metalle wie Kupfer und Gold zu verarbeiten und kompliziertere Stücke anzufertigen. «Damit begann der Siegeszug des Schmucks erst so richtig», erklärt Schmuckdesignerin Tanja Gebhard vom Atelier Coquet. Dabei wurde der Schmuck nicht nur getragen, sondern diente oft auch als Grabbeigabe.

 

Fischer trugen goldene Ohrringe, um damit – im Falle ihres Todes – noch ein christliches Begräbnis bezahlen zu können.


 

 

Gold wird zur Währung

Da Schmuck nicht nur schwer herzustellen war, sondern auch aus seltenen Materialien besteht, wurde er im Laufe der Zeit mehr und mehr für Tauschgeschäfte genutzt. 

«Besonders beliebt war seit jeher Gold, weil es besondere Eigenschaften hat», erklärt Tanja Gebhard. Dazu gehört nicht nur die besondere Farbe des schimmernden Metalls, sondern auch seine Schwere und seine leichte Formbarkeit.  

«Am eindrücklichsten ist aber, dass Gold – im Gegensatz zu allen anderen Metallen – nicht rostet. Gold läuft nicht an und behält seinen besonderen Glanz.» Für die Schmuckherstellung war vor allem diese Eigenschaft wichtig. Und so verwendet man auch heute noch Gold, um andere Schmuckstücke oder Geräte gegen Rost zu schützen.

Aufgrund der besonderen Eigenschaften entwickelte sich Gold mit der Zeit zu einem allgemeinen Zahlungsmittel und weltweit zu einer wichtigen Wertanlage. Regierungen begannen, Goldbarren in den Tresoren der Staatsbank zu bunkern, Menschen zogen im Goldrausch nach Alaska, um dort ihr Glück zu finden, und Fischer und Handwerker trugen goldene Ohrringe, um damit – im Falle ihres Todes – noch ein christliches Begräbnis bezahlen zu können. Doch Gold hatte auch seine Schattenseiten: Kriege und blutige Eroberungsfeldzüge wurden immer wieder um des besonderen Metalls willen geführt.

 

Gold gehört immer noch zu den wichtigsten Währungsmitteln. Ein Barren des glänzenden Metalls kostet derzeit etwa 50’000 Franken.


 

 

Die Neuzeit bringt neue Stoffe mit sich

«Als dann die Neuzeit kam, lernte man Kunststoffe herzustellen und Glas so zu schleifen, dass es Edelsteinen ähnelt», so Schmuckdesignerin Tanja Gebhard. Diese neuen Techniken konnten jedoch den Reiz der Edelmetalle und seltenen Steine wie Diamanten und Smaragde nicht schmälern.

Im Gegenteil: Gold gehört immer noch zu den wichtigsten Währungsmitteln im weltweiten Markt und ein Barren des glänzenden Metalls kostet derzeit etwa 50’000 Franken. Und auch die Anziehungskraft seltener Edelsteine ist ungebrochen. So ist es nicht verwunderlich, dass der sogenannte Wittelsbach-Graff-Diamant heute das teuerste Schmuckstück der Welt ist: 2011 wurde dieser einzelne Stein für einen Rekordpreis von 80 Millionen Dollar von der katarischen Königsfamilie ersteigert.

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