«Für mich ist pflanzliches Protein die Zukunft»

«Für mich ist pflanzliches Protein die Zukunft»

Diplomingenieurin Anne Richter-Brauns baute jahrelang Kraftwerke. Bis sie Plant-based Protein entdeckte. Heute hat sie ihr eigenes Unternehmen. Woraus bestehen ihre Knecker, inwiefern hilft ihr die Expertise von früher und warum arbeitet sie bewusst mit Frauen zusammen?


 

Anne, wie kam es zur Gründung von Knecker?

Gute Frage. Ich komme ursprünglich aus einer ganz anderen Branche: Ich bin Diplomingenieurin, habe Wirtschaft und Maschinenbau studiert und jahrelang überall in Europa Kraftwerkprojekte entwickelt. Was mich damals wie heute bei meinerArbeit beschäftigt, ist das Thema CO2.

 

Inwiefern?

Früher musste ich noch dafür sorgen, dass man bei möglichst wenig Ausgaben möglichst viel Energie herstellt. Und dabei waren CO2, Abgase und Nachhaltigkeit immer wichtige Faktoren. Mit der Zeit habe ich die Idee von Plant-based Proteinen für mich entdeckt – also von Proteinen, die einen viel geringeren CO2-Abdruck haben als etwa tierische.

 

Wie ging es weiter?

Ich habe mich immer stärker mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich wollte ein Produkt entwickeln, das mehrere Eigenschaften hat: Es musste rein pflanzlich sein, einen ähnlichen Proteingehalt wie Fleisch haben und unterwegs gegessen werden können. Also ohne dass man es noch in der Küche kochen oder braten muss. Entstanden sind unsere Knecker.

 

 

Wir haben lange an unserem Backverfahren herumgetüftelt.


 

 

Woraus bestehen die Knecker?

Die wichtigste Zutat ist unser Bio-Soja, das wir aus Österreich importieren. Wir haben lange damit experimentiert und ein schonendes Backverfahren entwickelt, bei dem die wichtigen Nährstoffe und Proteine erhalten bleiben. Das hochwertige Soja wird so unseren Kund*innen direkt verfügbar gemacht.

 

Hilft dir deine Expertise von früher heute weiter?

Auf jeden Fall. Und zwar nicht nur beim Produkt selbst, wo es ja sehr stark um biologische und chemische Prozesse geht. Auch an der Verpackung habe ich lange herumgetüftelt. Unsere Knecker gibt es nämlich sowohl verpackt als auch unverpackt zu kaufen. Der Trick ist, dass alle unsere Verpackungen wiederverschliessbar sind. Das heisst, dass man damit in den Unverpackt-Laden gehen kann, sich dort die Knecker-Packung wieder auffüllt und dann deutlich weniger zahlt, als wenn man die gesamte Packung neu kauft.

 

Auf deiner Website ist auch ein Beratungsteam aufgelistet. Interessant: Nur Frauen sind dabei. War das eine bewusste Entscheidung?

Es stimmt, dass ich bewusst mit Frauen zusammenarbeite. Im Advisory Board ist zum Beispiel Susanne Richter, die mit mir begonnen hat, dann aber aus dem operativen Geschäft ausgestiegen ist. Sie ist selbst Gründerin und Mutter – da ist Zeit ein kostbares Gut. Frauennetzwerke sollten generell nicht unterschätzt werden. Deshalb bin ich auch bei Femtec aktiv.

 

Auch die ETH in Zürich ist Teil der Femtec.


 

 

Was ist Femtec?

Femtec ist eine Vereinigung, die Frauen in bisher eher männerdominierten Branchen fördert, sprich Naturwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwesen und Technik. Auch die ETH in Zürich ist Teil davon. Zwei Verpackungsingenieurinnen beraten mich zum Beispiel, wenn es um nachhaltigere Verpackungslösungen bei Knecker geht.

 

Du bist selbst Mutter. Wie schwierig ist es, alles unter einen Hut zu kriegen?

Es ist eine tägliche Herausforderung. Ich habe drei Kinder, mein jüngster Sohn ist vier. Man muss natürlich Prioritäten setzen und kann nicht alles alleine schaffen. Gleichzeitig ist es extrem lohnend, eine Arbeit machen zu dürfen, die einem Freude bereitet und hinter deren Idee man steht. Und meine Kinder lieben meine Knecker und erleben aktiv mit, wie ein kleines Unternehmen entsteht. 

 

Was ist dein Wunsch für die Zukunft?

Ich bin sehr froh, dass ich mein eigenes Unternehmen gründen konnte und mir meine Arbeit und Freizeit somit selbst einteilen kann. Ich würde mir natürlich wünschen, dass immer mehr Leute erkennen, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit gerade im Bereich Food ist. Und dass sie merken, dass man mit ganz geringer Veränderung seines Verhaltens eine enorme Wirkung für unsere Umwelt erzielen kann. Und natürlich wünsche ich mir, dass immer mehr Menschen meine Knecker probieren und sich mit dem Thema Plant-based Proteine auseinandersetzen.

 

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