Arganöl – das solltest du über das flüssige Gold wissen

Arganöl – das solltest du über das flüssige Gold wissen

Nach einer zweijährigen Weltreise landeten Kathleen Krug und Fabian Isaac in Marokko und verliebten sich in Arganöl und seine besonderen Eigenschaften. Daraufhin beschlossen sie 2014 kurzerhand, ihr eigenes Naturkosmetikunternehmen Bepure zu gründen. Expertin Kathleen erklärt, was Arganöl so besonders macht und wieso es sogar dabei hilft, die Wüstenbildung in Nordafrika zu bekämpfen.


 

Immaterielles Kulturerbe

Arganöl gilt heute als Wundermittel der Schönheitspflege und wird in unzähligen Cremes, Shampoos und Salben eingesetzt. Der Arganbaum Argania spinosa wächst fast nur noch im südwestlichen Marokko und ist hier ein fester Bestandteil der einheimischen Berberkultur. 1998 hat die UNESCO die marokkanischen Arganienwälder deshalb zum Biosphärenreservat erklärt. «Von dort stammen auch unsere Arganmandeln», erklärt Kathleen von Bepure. 

Der Baum soll schon seit über 80 Millionen Jahren im Gebiet der Westsahara seine Wurzeln schlagen. Auch deshalb wird die Arganpflanze in Marokko gerne «Baum des Lebens» genannt. Die jahrhundertealten Traditionen, das Wissen und die Praktiken rund um die Nutzung des Baumes und die Verarbeitung des kostbaren Arganöls wurden 2014 sogar als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.


Arganöl ist ein Alleskönner

«Arganöl sorgt vor allem für einen frischeren Teint und geschmeidige Haut», so Kathleen. Ausserdem wirkt es gegen Faltenbildung wahre Wunder, weshalb auch so manche Dermatolog*innen das Öl gerne als flüssiges Gold bezeichnen. Es hilft gegen spröde Haut, Schwangerschaftsstreifen und sogar Akne. Zudem kann es als Make-up-Entferner und Massageöl genutzt werden.

Doch auch Haare können damit behandelt werden. «Nur wenige Tropfen Arganöl sorgen für weiches und seidiges Haar und bekämpfen sogar Schuppenbildung», erzählt die Mitbegründerin von Bepure. Das Öl spende extrem viel Feuchtigkeit und stärke vor allem krauses und überstrapaziertes Haar.

Blackberry & Lemon Körperöl

Blackberry & Lemon Körperöl

37.00

– Alle Produkte von bepure –

Mildes Aprikosen- und süsses Mandelöl kombiniert mit kostbarem Arganöl, gepresst aus naturbelassenen Kernen, unterstützen den Feuchtigkeitshaushalt und bewahren die Elastizität der Haut. Arganöl enthält viel natürliches Vitamin E und Antioxidantien,...


[ dib embed error: product id not found ]  

Arganöl hilft gegen Wüstenbildung

Die marokkanische Regierung hat erkannt, wie wichtig das Arganöl für die heimische Wirtschaft ist. Deshalb unterstützt sie Projekte, bei denen neue Arganienwälder gepflanzt werden. Mit einem zusätzlichen Nutzen: Durch diese Wiederaufforstung wird der Boden vor Erosion und Dürre geschützt. Dies verhindert die weitere Wüstenbildung im nordafrikanischen Staat und hilft gegen die Ausbreitung der Sahara. 



Nebenverdienst für marokkanische Frauen

Arganmandeln zu sammeln und zu verarbeiten ist Knochenarbeit. Die einzelnen Früchte werden nicht von den Bäumen geerntet, sondern vom Boden aufgelesen. «Dabei ist die Lese seit jeher Frauenarbeit. Was früher noch dafür gedacht war, vor allem die eigene Familie mit Öl zu versorgen, ist aber heute um einiges lohnenswerter.»

Hunderte Frauenkooperativen haben sich seit dem Boom von Arganöl gebildet, um für die Frauen und ihre Familien ein Zusatzeinkommen zu erzielen. «Auch wir haben mit manchen Frauenkooperativen verhandelt, waren jedoch weder mit den Arbeitsbedingungen in den Kooperativen noch mit der Qualität der Öle zufrieden», erzählt Kathleen. Allzu oft würden dort immer noch Männer den Ton angeben und für die Frauen bleibe viel zu wenig vom Gewinn übrig.

Deshalb arbeite man mit einem Familienbetrieb mit zertifiziertem Labor zusammen, der höchste Qualität und faire Bezahlung gewährleiste. «So unterstützen wir die Berberfrauen. Für die gelieferten Arganmandeln zahlen wir ihnen direkt einen fairen Lohn aus, ohne dass das Geld an irgendwelche Chefs geht, die oft gar keine Ahnung von der Arganernte haben.»

« Zurück zu den Storys

Suche