Ahoi Bier – vom Laien zum Profi

Ahoi Bier – vom Laien zum Profi

Die zwei Brüder Dominik und Markus Friederich haben sich mit ihrer eigenen Bierbrauerei selbstständig gemacht. Dominik erklärt, wie wichtig der Austausch mit anderen Bierbrauern ist und was die Biere von Ahoi auszeichnet.


 

Dominik, wie wird man Braumeister?

Das war reiner Zufall, jedenfalls bei mir. Es begann alles damit, dass mein Bruder Markus eines Tages ganz begeistert nach Hause kam. Er studierte damals Chemie und wollte die chemischen Prozesse des Bierbrauens selbst nachvollziehen. Er besorgte sich einen riesigen Topf und alle anderen Utensilien, die er brauchte, und begann in unserer WG-Küche zu brauen.

 

Und du hast mitgebraut?

Ich durfte ihm von Anfang an über die Schultern schauen und mithelfen. Zugegeben: Unser erstes Bier schmeckte schrecklich. Wir hatten aus Versehen statt 2 Prozent Röstmalz ganze 20 Prozent dazugegeben. Deshalb schmeckte das Bier extrem bitter und war tiefschwarz. Doch mit der Zeit wurden wir immer besser und die Biere immer feiner.

 

Wann genau habt ihr mit dem Brauen begonnen?

Das war 2009. Wir haben dann lange Zeit jeder für sich allein sein eigenes Bier in winzigen Mengen gebraut und es zusammen mit Freund*innen getrunken. Bei meinem Bruder wurde es aber immer mehr, seine Rezepte wurden immer ausgeklügelter, die Abläufe immer professioneller. Seine Arbeit als Chemielaborant hat er dann auf 40 Prozent gekürzt, um noch mehr Zeit in der Brauerei verbringen zu können.

 

 

Eines Tages klingelte mein Telefon und der Bruder sagte, er brauche Hilfe.


 

 

Und du?

Ich war knapp zwei Jahre auf Reisen. Bis eines Tages mein Telefon klingelte und der Bruder daheim meinte, er brauche Hilfe, das Ganze werde ihm langsam zu gross. Also kam ich zurück nach Zürich. In Schlieren haben wir seitdem unsere eigene Brauanlage im Keller, mit Holz- und Rumfässern, Gärtanks und allem, was wir für unsere Ahoi-Biere brauchen.

 

Arbeitest du hauptsächlich in der Brauerei?

Heute schon. Meinen Job als Informatiker habe ich im April 2021 endgültig gekündigt. Es war Zeit für einen Wechsel. Jetzt habe ich das Glück, meinen zwei grossen Leidenschaften nachgehen zu können: dem Brauen und dem Klettern. Neben meiner Arbeit für Ahoi Bier arbeite ich noch als Routenbauer in einer Kletterhalle.

 

 

Kleine Brauereien unterstützen einander gegenseitig.


 

 

Wie entsteht ein neues Bierrezept?

Das kommt auf die Erfahrung des jeweiligen Braumeisters an. Für Anfänger wie uns war der Austausch mit anderen Bierbrauern am Anfang enorm wichtig und hilfreich. Kleine Brauereien unterstützen einander gegenseitig. Das ist extrem lässig. Ausserdem gibt es viele Anlaufstellen, wie etwa das Online-Hobbybrauerforum, auf dem man Tipps und Anleitungen für die eigenen Biere findet.

 

Nutzt ihr diese Foren auch heute noch?

Ja, der Austausch mit anderen und die Foren sind sicherlich noch eine grosse Hilfe. Über die Jahre sind aber auch wir immer erfahrener geworden. Heute wissen wir, welche Zutaten wie reagieren und was wir am Rezept ändern müssen, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Letztlich ist Brauen immer ein ständiger Prozess: Man erstellt ein Rezept, braut, kostet und passt dann bei Bedarf ein paar Elemente an, um das Bier noch besser zu machen.

 

Und was zeichnet eure Biere aus?

Uns ist es wichtig, eine grosse Vielfalt in unseren Bieren zu haben. Wir mögen auch etwas ausgefallenere Sorten, die vielleicht nicht allen schmecken, uns aber enorm Freude machen. Durch besondere Kreationen wie etwa unser Chili-Rauchbier möchten wir uns ein wenig abheben. Wir wollen keine langweiligen Biere, sondern Biere, die Spass machen.

 

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